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„Hexenjagd“ in der Werner-Jaeger-Halle

Mitteilung vom: 12.09.2018

Haymann Seidenberg

Am Freitag, 21. September, beginnt um 20 Uhr mit der Aufführung des Schauspiels „Hexenjagd" von Arthur Miller in der Werner-Jaeger-Halle, An den Sportplätzen 7, Nettetal-Lobberich, auch das Abonnement 2 der Theatersaison 2018/2019.

Für den Zustand einer Gruppe pubertierender Mädchen, die nach einem verbotenen nächtlichen Tanz im Wald sonderbar agieren, gibt es im puritanischen Salem des 17. Jahrhunderts nur eine Erklärung: Teufelswerk. Man ruft den bekannten Hexenspezialisten Pastor Hale zu Hilfe. Bei den von ihm geleiteten Verhören geben die Mädchen als Ausrede an, verfuhrt und verhext worden zu sein. Schnell merken sie, dass sie der Strafe entgehen können, wenn sie andere der Teufelsbuhlerei beschuldigen. Und so denunzieren sie munter drauf los, bezichtigen unliebsame Gemeindemitglieder und genießen ihre neu gefundene Macht. Die Hexenjagd beginnt.

Als dann aber die junge Abigail vor dem von Richter Danforth eigens einberufenen Hexengericht die Frau des Bauern John Proctor der Hexerei anklagt, hat sie eine Grenze überschritten. Bis allerdings klar ist, dass sich hinter Wahn und Massendenunziation nur eigennützige Ziele verbergen, müssen einige Unschuldige ihr Leben lassen. Mit der Hexenverfolgung des 17. Jahrhunderts in Amerika behandelt „Hexenjagd" vordergründig zwar einen historischen Stoff, die Zusammenhänge zwischen religiösem und politischem Fanatismus werden aber vom Autor bewusst auch auf seine Gegenwart - die Kommunistenhatz des berüchtigten Senators Joseph McCarthy im Amerika der 1950er Jahre - bezogen. Mehr noch: 65 Jahre nach der Uraufführung ist Millers Klassiker thematisch plötzlich wieder das Stuck der Stunde in Zeiten, in denen Presse- und Meinungsfreiheit in vielen Weltgegenden zunehmende Einschränkung erfahren und Machthaber tatsächliche oder vermeintliche politische Gegner unter fadenscheinigen Gründen verfolgen und inhaftieren lassen. Nicht umsonst steht der plötzlich wieder brandaktuelle Klassiker an mehr als zwanzig deutschsprachigen Bühnen auf dem Spielplan. In Nettetal werden so bekannte Schauspieler wie Wolfgang Seidenberg und Carsten Klemm die Haupttrollen übernehmen.

Eintrittskarten können zum Preis von 11 bis 22 Euro online unter www.nettetheater.de erworben werden. Für Schüler Studenten, Auszubildende, Empfänger von Sozialleistungen, Bundesfreiwilligendienstleistende kosten die Eintrittskarten zwischen 7 und 14 Euro. Außerdem sind die Eintrittskarten bei der NetteKultur, Doerkesplatz 3, Nettetal-Lobberich, Telefon 02153/898-4141, E-Mail nettekultur@nettetal.de, dem Bürgerservice im Rathaus, Doerkesplatz 11, Nettetal-Lobberich, Telefon 02153/898-0 sowie allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Fotonachweis: Sabine Haymann