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Wieder freie Fahrt für den Bahnradweg Grefrath-Nettetal -Zuschüsse kommen jetzt doch früher als angekündigt (archivierte Mitteilung)

Mitteilung vom: 14.07.2009

Der Bau des Radweges auf der stillgelegten Bahntrasse zwischen Grefrath und Nettetal geht nun doch fahrplanmäßig weiter. Gemeinsam hatten die beiden Städte einen Förderantrag für das Programm „Allenradwege auf stillgelegten Strecken NRW" gestellt, der auch durch den damaligen NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke bewilligt wurde. Einziger Haken dabei: der größte Teil der Zuschüsse sollte erst in den Jahren 2013 bis 2018 ausgezahlt werden. Nach intensiven Nachverhandlungen durch die Bürgermeister Herbert Kättner (Grefrath) und Christian Wagner (Nettetal) sowie dank der Unterstützung des Landtagsabgeordneten Christian Weisbrich erreichte der neue Verkehrsminister Lutz Lienenkämper, dass die Bezirksregierung Düsseldorf die beantragten Gelder nun doch in diesem und in den beiden kommenden Jahren auszahlen wird. „Das Land hält damit seine Zusage ein und wir können eine erhebliche Verbesserung für beide Städte umsetzen", freuen sich die beiden Bürgermeister. „Neben den touristischen Möglichkeiten für beide Städte können dann vor allem auch unsere Schüler die Gymnasien in Lobberich und Mülhausen sowie die Realschule in Kaldenkirchen wesentlich besser mit dem Fahrrad erreichen", so Kättner und Wagner. "Insbesondere der Stadtteil Kaldenkirchen profitiert von der durchgängigen Radwegeverbindung bis nach Kempen. Ein weiterer Beleg, dass Nettetal mehr ist und alle Stadteile von gesamtstädtischen Projekten einen Mehrwert haben", freut sich der Nettetaler Bürgermeister.
In der kommenden Woche wird Verkehrsminister Lienenkämper dann auch persönlich in Nettetal erwartet. Er wird sich im Rathaus die Pläne für den Bahnradweg und aktuelle Projekte in der Seenstadt erläutern lassen. Nach der Baustellenbesichtigung in der Lobbericher Innenstadt wird er in Kaldenkirchen das neue Studentenwohnheim der Baugesellschaft einweihen.

Alleenradweg Nettetal-Grefrath auf der ehemaligen Bahntrasse

Die Bahnstrecke Kempen-Lobberich-Kaldenkirchen wurde 1868 eröffnet und 1980 stillgelegt. Zwischen Nettetal-Kaldenkirchen und Grefrath wird die Trasse jetzt zu einem ganz besonderen Radweg umgebaut. Die Gesamtausgaben wurden mit 2,5 Mio. Euro veranschlagt. Davon sind 2,3 Mio. Euro (Planungs-, Bau- und Grunderwerbskosten) förderfähig und werden mit 75 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert, das sind 1.746.500 Euro. Geplant ist ein drei Meter breiter asphaltierter Fahrradweg, der besonders kinder- und familienfreundlich ist. So werden unter anderem die zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele entlang der 10,5 Kilometer langen Strecke eingebunden. Da der neue Radweg nur geringe Steigungen enthält, ist die Strecke auch für Personen mit Behinderungen gut zu befahren. Die Verwaltung wird jetzt die Ausschreibung der Bauarbeiten vorbereiten, um bereits im Herbst mit den Arbeiten zu beginnen. Ein Jahr später soll der Radweg dann bereits befahrbar sein.