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Kaldenkirchen

Frau mit Zeitung vor Zigarrenmacher

Kaldenkirchen wurde 1206 erstmals erwähnt und als Kaldenkirchen Superius bezeichnet. Kaldenkirchen lag an der nordwestlichen Spitze des Herzogtums Jülich und gehörte zum Amt Brüggen. Erst 1856 wurde Kaldenkirchen nominell zur Stadt erhoben, hatte aber schon mindestens seit dem späten 16. Jahrhundert stadtähnlichen Charakter.

Um 1800 war Kaldenkirchen noch ein Ort mit vorwiegend Kleingewerbe und Landwirtschaft. Seit dem späten 19. Jahrhundert nimmt die tonverarbeitende Industrie und der Tonabbau eine herausragende Stellung ein. Ein erheblicher Teil der arbeitenden Bevölkerung in Kaldenkirchen war in den Dachziegeleien ("Panneschoppen") beschäftigt. Einen eigenen Boom erlebte die Zigarren- und Tabakindustrie. Günstig für diese Entwicklung war wohl die verkehrsgünstige Lage zum Rohtabakeinfuhrland Holland. Das wirtschaftliche Leben der Stadt im 19. und 20. Jahrhundert war im Wesentlichen von seiner Grenzlage her bestimmt. Ein für die gesamte Stadtentwicklung bedeutendes Zukunftsprojekt ist das Grenzüberschreitende Entwicklungskonzept VeNeTe.

Das 1903 genehmigte Wappen der Stadt Kaldenkirchen zeigt den Anker als Attribut des Kirchenpatrons St. Clemens aus dem Gemeindesiegel des 17. Jahrhunderts und die Fahne aus dem Siegel der Dingbank von Bracht und Kaldenkirchen aus dem 15. Jahrhundert.

Entwicklungsschwerpunkte:

Nach dem Flächennutzungsplan kommt dem Stadtteil die Funktion wohnen und Gewerbeentwicklung zu. Dazu gehören die Stärkung des gewerblichen Entwicklungsschwerpunktes (grenzüberschreitendes Entwicklungskonzept VeNeTe, BAB-Anschluss, Bahnhof Kaldenkirchen), die Schließung der Lücke zwischen dem deutschen und niederländischen Autobahnnetz, die Sicherung der heutigen Wohnfunktion im Sinne einer Binnenentwicklung und partiellen Ortsrandarrondierung, die Definition und Weiterentwicklung des mangelhaft ausgebildeten Ortsrandes im Südwesten, die Schaffung sinnvoll geordneter Übergänge vom Wohnen zum Gewerbe und die Sicherung von Verbindungsqualitäten zwischen Ortslage und Landschaftsraum, auch in den neuen Gewerbegebieten.

Ortsvorsteher:

Ingo Heymann

Informationen über Kaldenkirchen im Internet

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