Inhalt

klimafreundlich ernähren

Bild vom Stand einer Obsverkäuferin am Alten Markt in Lobberich

 

Beeinflusst die Ernährung des Menschen den Klimawandel?

In der Tat.

Im gesamten Lebenszyklus von Lebensmitteln, d.h. von der landwirtschaftlichen Erzeugung der Rohstoffe über die industrielle Verfeinerung und den Handel bis hin zum Endverbraucher wird jede Menge Energie verbraucht und Treibhausgase erzeugt. Laut dem Umweltbundesamt (UBA) werden in Deutschland 15% der jährlichen pro-Kopf-Emissionen im Bereich Ernährung verursacht. Dabei stellen die Landwirtschaft und der Konsum mit 80% den größten Teil der Umweltbelastung dar.

Auch im Bereich Ernährung können Verbraucher ihren ökologischen Fußabdruck daher positiv beeinflussen. Durch nachhaltige, saisonale und regionale Ernährung können Sie nicht nur Ihre Treibhausgasemissionen reduzieren, sondern auch Ihre Gesundheit fördern. Statt radikaler Ernährungsumstellung kann bewusste Ernährung durch mäßige Veränderungen auch Spaß machen. Neben dem was wir essen hat auch das, was wir nicht essen, Einfluss auf unseren CO2-Fußabdruck. Denn in einem Jahr werfen in Deutschland pro Person circa 55 kg Lebensmittel in den Müll. Was kann man dagegen tun? Näheres zum Thema Ernährung in Nettetal finden Sie unter den nachfolgenden Tipps.

Tipps zur klimafreundlichen Ernährung
  • die Menge an Lebensmitteln einkaufen, die auch nötig ist
  • Lebensmittelreste wie z.B. zu viel Gekochtes oder angeschnittenes Gemüse richtig aufbewahren und kreativ verwerten
    - Lebensmittelverschwendung vermeiden und Klima sowie Geldbeutel schonen
    - Tipps für die Umsetzung und zur Abfallvermeidung gibt das Internetportal Zu gut für die Tonne
  • Regionalen statt weit gereisten Produkten Vorrang geben und beispielsweise auf einem der Nettetaler Wochenmärkte einkaufen
  • Ernährung an saisonale Angebote orientieren
    - Nutzen Sie dazu z.B. Angebote der NetteSpargel, einer Gemeinschaft aus erfahrenen Erzeugern und Gastronomen in Nettetal, die lokal angebauten Spargel und Erdbeeren anbieten
  • Frische und unverarbeitete Lebensmittel bevorzugen
  • Häufiger Produkte mit Bio-Siegel kaufen
  • Öfter den Einkauf zu Fuß oder per Fahrrad tätigen
  • Ernährungsform auf fleischreduzierte Kost umstellen
  • Ökonomisch haushalten:
    - passende Größe für Kühl- und Gefriergeräte wählen
    - Vorheizen des Backofens soweit es geht vermeiden und Restwärme von Herdplatten und Backofen nutzen
    - Anstatt im Kochtopf das Wasser im Wasserkocher erhitzen und Strom sparen
    - beim Kauf neuer Geräte auf das Energielabel achten
    - Wechsel auf Ökostrom ist für Ihre persönliche Klimabilanz empfehlenswert

Die CO2-Bilanz Ihrer Ernährung können Sie im CO2-Rechner des UBA einsehen.