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Grafik mit Blick auf De Wittsee

 

Wissenschaftler und Klimaforscher sind sich seit vielen Jahren einig: Die Erhöhung der Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre erwärmt die Erde und führt damit zum Wandel ihres Klimas. Die Folgen des Klimawandels sind weltweite Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Dürre und Waldbrände. Aber auch Extremwetterereignisse wie z.B. Starkregen, die in den letzten Jahren auch zunehmend in Nordrhein-Westfalen auftraten, sind nicht zu übersehen. Und der uns aus Nordamerika bekannte Tornado kam letztes Jahr nicht weit von Nettetal entfernt vor. Ein Wirbelsturm fegte im Mai 2018 durch Viersen-Boisheim und richtete Schäden an mehreren Häusern an. Der Klimawandel ist also nicht nur global, sondern auch hierzulande an manchen Regionen deutlich spürbar.

Wichtig bei dem intensiv diskutierten Thema ist die Rolle des Menschen. Nach dem jüngsten Bericht des Weltklimarates (IPCC) ist der menschliche Einfluss die Hauptursache für die Erderwärmung. Laut Umweltbundesamt verbrauchen die Sektoren Gebäude und Verkehr 71% der Endenergie in Deutschland und erzeugen rund 40% des klimaschädlichen Abgases CO2.

Demzufolge stehen die Kommunen mit einer großen Anzahl von lokalen Beteiligten im Blickfeld der Öffentlichkeit. Während auf der einen Seite ein wesentlicher Teil der Treibhausgase in den Städten emittiert wird, bestehen auf der anderen Seite weitreichende Handlungsoptionen für Kommunen, um den Klimaschutz lokal zu forcieren. Die größten Potenziale zum Klimaschutz, Energieeffizienz und -einsparung entfalten die auf kommunaler Ebene eingeleiteten Maßnahmen. Ziel der Bundesregierung ist es, in Deutschland bis 2050 die Treibhausgasneutralität zu erreichen.

Die Stadt Nettetal nimmt eine aktive Rolle beim Klimaschutz ein. Um diese Rolle weiter auszubauen, hatte der Rat der Stadt die Verwaltung beauftragt, ein integriertes Klimaschutzkonzept zu erstellen.

Das Integrierte Kommunale Klimaschutzkonzept der Stadt Nettetal einschließlich des Maßnahmenkatalogs als Grundlage der zukünftigen Klimaschutzpolitik wurde dem Rat der Stadt Nettetal zur abschließenden Entscheidung vorgelegt und ist am 24.06.2015 beschlossen worden.

Das Nettetaler Klimaschutzkonzept soll für die Stadt als Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für die kommunale Klimaschutzstrategie dienen.

In der Ratssitzung am 09.07.2019 wurde unter Tagesordnungspunkt 3 folgender Teilbeschluss gefasst:

"Der Rat spricht sich dafür aus,

a. den Weg der Stadt Nettetal zur klimafreundlichen Stadt mit dem Ziel der klimaneutralen Stadt bis 2050 analog zur entsprechenden Selbstverpflichtung der Bundesregierung konsequent weiterzuführen,
b. das im kommunalen Klimaschutzkonzept von 2015 genannte Ziel einer Co2-Reduzierung von 31 % bis 2030 gegenüber dem Jahr 2012 konsequent zu verfolgen und nach Möglichkeit deutlich eher zu erreichen
c. zur Bewertung der ergriffenen Klimaschutzmaßnahmen im Abstand von jeweils zwei Jahren eine aktuelle Co2- Bilanz zu erstellen
d. das bei allen Entscheidungen die Klimaauswirkungen berücksichtigt und wenn immer die möglich die Maßnahmen mit höherer Klimafreundlichkeit bevorzugt werden. Zur Entscheidungsunterstützung wird bei allen relevanten Maßnahmen eine politische Entscheidung herbeigeführt.
e. die Entwicklung zur klimafreundlichen, gesunden und nachhaltigen Stadt bei der Weiterentwicklung der städtischen Leitziele einzubeziehen und ebenso in die zu entwickelnde Cradle-to-Cradle-Strategie zu integrieren."