Inhalt

Zigarrendreher

sitzende Bronzefigur eines Zigarrendrehers

In Kaldenkirchen gab es Ende des 19. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine bedeutende grenzüberschreitende Tabak- und Zigarrenindustrie.

Schon 1773 wohnte in Kaldenkirchen ein Tabakhändler.1804 wurde eine erste Tabakfabrik in Betrieb genommen. 1921 beschäftigte diese Industrie 1217 Personen, die in Fabriken oder in Heimarbeit tätig waren.Dies waren circa 65 Prozent der in Kaldenkirchen arbeitenden Bevölkerung.

Zollpolitische Maßnahmen nach dem ersten Weltkrieg, Veränderungen bei Absatzmöglichkeiten, ein neues Tabaksteuergesetz von 1920, ein Banderolensteuergesetz von 1922 und die Konzentration auf kapitalstarke Firmen ließen diese Industrie gänzlich verschwinden. Als Erinnerung an diese Zeit wurde in der Innenstadt eine Bronzeskluptur errichtet, die von der Künstlerin Loni Kreuder aus Nettetal Hinsbeck erschaffen wurde.