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17. Nettetaler Wirtschaftsfrühstück informiert über die Erwartungen der jungen Mitarbeiter

Mitteilung vom: 17.06.2019

17. Wirtschaftsfrühstück

„News statt Tagesschau" - die Generation Z kommt auf den Arbeitsmarkt

Wie begeistere ich junge Menschen für mein Unternehmen? Diese Frage stellen sich zunehmend immer mehr Betriebe. Kompetente Antworten darauf gab es beim 17. Nettetaler Wirtschaftsfrühstück von der IHK-Fachkräfteberaterin Birgit Terschluse. Bürgermeister Christian Wagner und Jochem Dohmen, Repräsentant der Sparkasse Krefeld, konnten hierzu rund 60 Unternehmer in der Akademie Heydevelthof begrüßen.

Nicht genug, dass ein genereller Fachkräftemangel auf die Betriebe zukommt, es kommt auch eine neue Generation an Arbeitnehmern auf die Firmen zu: die sogenannte Generation Z. Gemeint sind damit Jugendliche, die nach 1994 geboren wurden, die durch eine veränderte Gesellschaft, Globalisierung und den Internetboom geprägt sind und die ganz besondere Erwartungen an die Arbeitgeber haben. „Es ist eine hochsensible Generation junger Menschen, die alles blitzschnell aufnimmt und erfasst, enorm multitaskingfähig ist, sich dann aber schnell ablenken lässt und ein kurzes Durchhaltevermögen besitzt. Twitter, Instagram und der Griff zum Smartphone sind für diese Generation so normal, wie für andere die Tasse Kaffee am Morgen", so Terschluse, die für Verständnis für diese Generation warb und aufzeigte, warum diese Zielgruppe so ist wie sie ist, wo man sie erreicht und später auch erfolgreich in den Betrieb integriert. Bei der Ansprache im Bewerbungsverfahren erwarten die jungen Menschen eine ehrliche und authentische Firmendarstellung, möglichst originell, kurz und über visuelle Medien wie Bilder und Videos. Sie erwarten dann eine schnelle Rückmeldung auf Ihre Anfrage und dies auf möglichst unkompliziertem Weg, wie zum Beispiel WhatsApp. Aber auch bei den Erwartungen an den Arbeitsalltag unterscheidet sich diese Generation von ihren Vorgängern: sie bevorzugen klare Arbeitszeiten, die weit im Voraus geplant sind, eine klare Trennung zwischen Beruf und Privatleben, eine offene Kommunikation auf Augenhöhe, brauchen aber klare Arbeitsanweisungen ebenso wie Wertschätzung. „Dann werden aus der Generation Z auch gute Mitarbeiter".

Ein gutes Beispiel hatte Jochem Dohmen gleich mit zum Frühstück gebracht: Er fördert als Mentor die Entwicklung der Auszubildenden Anja Bürschgens im Rahmen einer unternehmensübergreifenden Partnerschaft. Für Bürgermeister Wagner ist vor allem eine ehrliche und offene Kommunikation wichtig. Er setzt auf viele kleine Schritte, die langfristig zum Erfolg führen, wie zum Beispiel den Tag der offenen Tür in Nettetaler Betrieben. Das nächste Wirtschaftsfrühstück findet am Mittwoch, 20. November statt. Dann steht das Thema IT-Sicherheit / Cyberangriffe im Mittelpunkt.

Die Fachkräfteberatung für Unternehmen ist eine Initiative der IHK Mittlerer Niederrhein und der Agenturen für Arbeit Krefeld und Mönchengladbach. Insgesamt vier Berater zeigen insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen Wege auf, wie sie aktuell und in Zukunft ihr Personal erfolgreich rekrutieren, binden und qualifizieren können. Weitere Informationen gibt es bei Birgit Terschluse (Telefon 02151/635-325 oder www.mittlerer-niederrhein.ihk.de/8320).

Bildunterschrift v.l.: Hans-Willi Pergens (Wirtschaftsförderer), Jochem Dohmen (Sparkasse Krefeld), Anja Bürschgens (Kreissparkasse Heinsberg), Birgit Terschluse (Fachkräfteberaterin bei der IHK Mittlerer Niederrhein), Christian Wagner (Bürgermeister Stadt Nettetal). Foto: Stadt Nettetal