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30. Nettetaler Wirtschaftsgespräch zu Bildung und Forschung mit Professor Pinkwart (archivierte Mitteilung)

Mitteilung vom: 09.12.2010

Gruppenfoto mit Wagner bei den Wirtschaftsgesprächen

„Bildung und Forschung als Schlüssel zur Zukunftsfähigkeit einer Stadt“ lautete der Titel für das 30. Nettetaler Wirtschaftsgespräch. Bürgermeister Christian Wagner und Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Dieling konnten dazu am Dienstagabend rund 100 Gäste in der WestLB Akademie Schloss Krickenbeck begrüßen. Besonderer Gast war der Landtagsabgeordnete Professor Dr. Andreas Pinkwart. Der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende war bis Juli als Landesminister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technik der stellvertretende Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.

Bürgermeister Christian Wagner hob in seiner Begrüßung die große Bedeutung von Bildung als Standortfaktor hervor. Er stellte die vielfältigen Projekte vor, die bereits an den Nettetaler Schulen laufen und von der Stadt im Bündnis für Schule gebündelt werden. „Kooperationen zwischen Schule und Wirtschaft sind heute selbstverständlich und dies ist auch der richtige Weg. Hier gibt es aber noch viel mehr Möglichkeiten, die wir nur gemeinsam nutzen müssen.“, lud Wagner die Unternehmerinnen und Unternehmer ein, sich weiter zu engagieren. Beispielhaft nannte er das ZdI-Zentrum der Stadt Nettetal für den Kreis Viersen. Hier sollen junge Menschen an naturwissenschaftliche Fächer herangeführt werden. Eröffnet wurde das Nettetaler ZdI-Zentrum vor einem Jahr mit Professor Dr. Andreas Pinkwart, der das Projekt „Zukunft durch Innovation“ als Landesminister ins Leben gerufen hatte.

Diesmal kam Professor Dr. Pinkwart, um thematisch einen großen Bogen zu spannen und auch Unbequemes beim Namen zu nennen. So beschrieb er Bildung als zentrale Voraussetzung, um Bürgerrechte wahrnehmen zu können. Mit Blick auf das ZdI-Zentrum warb er dafür, die Übergänge zwischen Bildung, Forschung und Innovation stärker miteinander zu verknüpfen. Pinkwart warb eindringlich für eine Konzentration auf die kontinuierliche inhaltliche Verbesserung innerhalb des Bildungssystems und erteilte einer aufkeimenden ideologischen Schulstrukturdebatte eine klare Absage. Das Entscheidende sei die Erhaltung der Konkurrenzfähigkeit Deutschlands.  „Nur wenn wir das, was wir in Bildung investieren, durch Innovation erhalten, können wir uns Bildung auch in Zukunft leisten.“, erklärte Professor Dr. Pinkwart abschließend. An die Rede schloss sich noch eine intensive Diskussion an, bei der deutlich wurde, dass Deutschland darauf angewiesen ist, den Spagat zu schaffen, einerseits möglichst jeden Jugendlichen für eine Ausbildung zu qualifizieren und gleichzeitig zukünftige Spitzenkräfte so zu fördern, dass Deutschland die notwendigen Inovationsleistungen auch erbringen kann. Die anwesenden Unternehmer nahmen in Bezug auf die Gestaltung der Verhältnisse in Nettetal die Einladung an, im eingangs erwähnten Bündnis für Bildung tatkräftig mitzumachen, damit Schule und Wirtschaft enger zusammenrücken.