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Kreatives aus Papier für Fußball, Wahlkampf und Agrobusiness - Suthor beliefert vom Niederrhein aus die ganze Welt (archivierte Mitteilung)

Mitteilung vom: 20.03.2014

Für Ralf Stobbe und sein Team kann ein Sommer ziemlich stressig sein. Wenn im September Bundestagswahl in Deutschland ist und dazu noch Wahlen in Österreich anstehen, hat die Papierverarbeitung Suthor in Nettetal viel zu tun. Auch das Oktoberfest, das längst nicht mehr nur in München gefeiert wird, kurbelt die Produktion bei Suthor zusätzlich an. Denn große Ereignisse brauchen auffällige Werbung und Dekoration. Die stellt Suthor seit 1946 in Form von bunten Papierfähnchen, Girlanden, Tröten, Pappbechern und Masken am Niederrhein her. Als einer der Geschäftsführer sorgt Ralf Stobbe so dafür, dass bei den Wahlpartys und Bierfesten des Landes immer ein Stück seiner Heimat Nettetal mitfeiert.

Unter Leitung der dritten Familiengeneration ist Suthor heute spezialisiert auf Werbeartikel. Doch auch Fest- und Fanartikel, zum Beispiel anlässlich der Fußballmeisterschaften, sind laut Stobbe wichtig für das Geschäft: „Je besser Jogis Löwenkinder spielen, desto besser geht es uns.“ Auch internationale Aufträge kommen ins Haus: So übernahm Suthor sogar schon die Produktion von Werbemitteln für den Wahlkampf an der Elfenbeinküste in Afrika. Gleich beide konkurrierenden Parteien wurden damals von Suthor ausgestattet. Bei jedem Auftrag liefert Suthor seinen Kunden das Komplettpaket, denn „drucken, schneiden, stanzen können viele – wir haben auch das Zubehör“, sagt Stobbe. Plastikstangen, Holzstäbchen und Gummibänder werden in Nettetaler Heimarbeit mit Papier und Pappe verbunden und machen so den Werbeartikel komplett.

Auch die 32 Mitarbeiter, die im Suthor-Gebäude tätig sind, kommen größtenteils aus Nettetal. Die Unternehmerfamilie ist fest am Standort verwurzelt. „Die Stadt Nettetal ist sehr am Dialog mit den Unternehmen interessiert und geneigt, die Dinge aufzunehmen, die einem am Herzen liegen“, sagt Stobbe. Als Wirtschaftsbotschafter von Nettetal kann er den Standort daher wärmstens empfehlen: „Hier gibt es mit VeNeTe endlich mal ein Gewerbegebiet, wo das Drumherum schön ist und wo man gerne leben und arbeiten möchte.“ Da VeNeTe insbesondere die Agrobusiness-Branche anspricht, wünscht sich Stobbe Synergien mit neuen Nettetaler Unternehmen. Gerade mit Lebensmittelherstellern hat Papier einiges zu tun. Papierstreifen, die die Brote in den Auslagen der Bäckerei schmücken, sieht man immer häufiger. Und Kostproben werden in Supermärkten gern mit Hilfe kleiner Holzspieße mit Papierfähnchen am Ende angeboten. „Kostprobenpicker und Brotbanderolen heißen diese Produkte im Fachjargon“, schmunzelt Stobbe.

Gemeinsam mit seinen Kunden entwirft Suthor kreative und individuelle Produkte. Die Beratung und die anschließende Qualitätsarbeit in Deutschland haben ihren Preis und den können Großfabriken in Fernost zum Leidwesen des Traditionsunternehmens oft unterbieten. Um sich gegen diese Konkurrenz zu behaupten, setzt Stobbe auf Nähe zum Kunden: „Unser Standort ist über die Verkehrsanbindungen gut erreichbar. Die Kunden kommen auch zu uns ins Haus und überprüfen letzte Details persönlich. Nach China können sie nicht mal eben fahren.“ Auch wenn eine schnelle Lieferung gefragt ist, kann Suthor die Ware von Nettetal aus schnell zu den Kunden bringen.

Durch die Grenznähe Nettetals erreicht Suthor dabei nicht mehr nur deutsche Kunden. Gerade die Geschäfte mit den Benelux-Staaten und Frankreich tragen einen Großteil zum Auslandsumsatz von Suthor bei. Um diese Entwicklung zukünftig zu unterstützen, hat Ralf Stobbe sein Team aufgestockt: „Ich freue mich sehr, dass wir mittlerweile eine französischsprachige Kollegin im Team haben. Niederländisch sprechende Mitarbeiter habe ich aber noch nicht - leider.“ Seinen Traumauftrag könnte Stobbe aber auch ohne Niederländisch bewältigen: „Ich möchte einmal die Meisterschaftsfähnchen für Borussia Mönchengladbach produzieren!“