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Leitziele Nettetal 2015+ (archivierte Mitteilung)

Mitteilung vom: 08.03.2012

Blau-grüner Text "Nettetal 2015plus. Ich bin dabei"

Nettetal 2015+ ist der Versuch, Nettetals Weg in die Zukunft genauer zu beschreiben. Diese Leitziele sind das Ergebnis eines längeren Diskussionsprozesses, zu dem alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen waren, und gleichzeitig verbindliche Basis für die weiteren ommunalpolitischen Schwerpunktsetzungen. In den nächsten Jahren muss es darum gehen, die Leitziele durch konkrete Handlungsschritte mit Leben zu erfüllen. Übergreifendes Ziel ist es, für unsere Kinder und Enkelkinder die Zukunftsfähigkeit Nettetals in sozialer, wirtschaftlicher und auch ökologischer Hinsicht durch gemeinsames nachhaltiges Handeln zu erhalten (Ratsbeschluss vom 8. März 2012)

Dabei baut Nettetal baut auf seine Stärken

  • mit den Netteseen als Naturraum von überregionaler Bedeutung
  • mit „VeNeTe" als neuem großen Gewerbepark mit direktem Autobahnanschluss A 61
  • mit der Region Venlo als prosperierenden Nachbarn mit guter Verkehrsinfrastruktur
  • als Verbund kleinerer Stadtteile mit Eigenständigkeit und Charme und hohem bürgerschaftlichen Engagement
  • mit starken Kooperationen zwischen Wirtschaft, Schule und Stadt
  • mit starkem Image über NettePunkt, NetteSpargel, Nettetal ist mehr, WDR 2 u. a.
  • als attraktiver Ort für Kinder, Jugend und Familie

Die Handlungsfelder für den zukünftigen Weg Nettetals sind in den folgenden drei Leitzielen zusammengefasst und werden durch einige Aufgabenbeschreibungen konkretisiert:

Lebensqualität erhalten
Wirtschaftskraft stärken
Kindern, Jugendlichen und Familien Chancen geben

Leitziele Nettetal 2015+

„Lebensqualität erhalten" heißt für Nettetal ...
  • den Naturraum mit vielfältiger Tier- und Pflanzenwelt bewahren und als Quelle für Ruhe, Erholung, Freizeit nutzen
  • als attraktiver und verkehrlich gut erschlossener Wohnstandort unter Berücksichtigung des demographischen Wandels für Familien, Studenten und Senioren zukunftsfähig
  • bleiben
  • die ortsnahe Daseinsvorsorge vom Einkaufen über soziale Einrichtungen bis zu Gesundheitsangeboten für Jung und Alt erhalten
  • eine sinnvolle Balance zwischen der Gesamtstadt und den Stadtteilen schaffen
  • Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und die Inklusion von Menschen mit Behinderungen als Standortvorteil verstehen
  • Sport, Kultur und andere Freizeitaktivitäten generationenübergreifend ermöglichen
  • und dabei bürgerschaftliches Engagement dauerhaft stärken
  • sowie Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung gemeinsam mit Polizei und Bürgerinnen und Bürgern gewährleisten,
  • und dadurch seine außergewöhnliche Anziehungskraft für Einheimische und Neubürgerinnen und Neubürger beweisen
„Wirtschaftskraft stärken" heißt für Nettetal ....
  • Nettetal als attraktiven Wirtschafts- und Tourismusstandort mit guter Infrastruktur positionieren und dabei als Marke herausbilden und so die Anziehungskraft für Unternehmen stärken
  • eine wirtschaftsfreundliche Verwaltung und serviceorientierte Wirtschaftsförderung gemeinsam mit den ansässigen Unternehmen gestalten
  • den Standortvorteil in unmittelbarer Nähe zum Großraum Venlo aktiv nutzen
  • mit den kommunalen Unternehmen und der örtlichen Wirtschaft den Einsatz von regenerativen Energien unterstützen, die Wirtschaft auf nachhaltige und ressourcenschonende Strukturen ausrichten, und die Agrobusiness-Initiative Niederrhein zur Stärkung der Wertschöpfungskette weiterführen
  • den VeNeTe-Gewerbepark zusammen mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Viersen als Standort für Unternehmen und Unternehmensgründungen mit anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungsabteilungen gemeinsam mit Fontys Hogeschool Venlo, der Hochschule Niederrhein und der Hochschule Rhein-Waal entwickeln
  • die Qualifikation der Arbeitskräfte durch eine gemeinsame Initiative von Unternehmen, Schulen, Hochschulen und anderen Beteiligten verbessern
„Kindern, Jugendlichen und Familien Chancen geben" heißt für Nettetal ....
  • Familien von Beginn an soweit möglich und nötig unterstützen und dabei die Erziehungskompetenz der Eltern stärken
  • die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unter besonderer Berücksichtigung der Interessen des Kindes verbessern
  • frühkindliche Bildung angemessen und kindorientiert zum Schwerpunkt der Kindertageseinrichtungen zu machen
  • den Übergang vom Kindergarten zur Grundschule erleichtern
  • jedem Kind die Chance für die bestmögliche Bildung durch ein am Elternwillen orientiertes differenziertes Schulsystem zu geben, das mit schulformübergreifenden Angeboten durchlässig jeder Schülerin und jedem Schüler die Möglichkeit für eine ihr/ihm
  • entsprechende Anschlussqualifikation gibt
  • unterstützende Strukturen zu entwickeln, die Familien den Raum und die Möglichkeit geben, für junge und alte Menschen da zu sein
  • Jugendlichen und jungen Erwachsenen Raum für Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben geben
  • städtische Entscheidungen und Entwicklungen grundsätzlich auf Familienfreundlichkeit ausrichten

Ratsbeschluss vom 8. März 2012

 


 

Rückblick

Vorstellung in der Bürgerschaft und Vorberatung im Haupt- und Finanzausschuss

Dank der konstruktiven Mithilfe, Anregungen und Vorschläge zahlreicher Bürgerinnen und Bürger, Vertreter von Vereinen, der Wirtschaft und von Bildungseinrichtungen wurden in den vergangenen Monaten Leitziele für die Stadt Nettetal entwickelt. Die Formulierungsvorschläge für „Leitziele Nettetal 2015+“ wurden jetzt dem Rat der Stadt zur Beratung zugeleitet. Bevor sich jedoch der zuständige Haupt- und Finanzausschuss am 1. Dezember 2011 mit den Leitzielen befasst, wurden am 30. November 2011 noch einmal abschließend die Meinungen der Bürger gehört.  Weitere Informationen hierzu: Sitzungsvorlage Haupt- und Finanzausschuss am 1. Dezember 2011

Informationsmarkt am 25. Mai 2011

Mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger haben sich am 25. Mai 2011 bei einem "Informationsmarkt" im Rathaus über den aktuellen Stand der Leitzieldiskussion informiert. Unter dem Titel "Leitziele Nettetal 2015+" wurde in verschiedenen Ideenwerkstätten mit den Bürgerinnen und Bürgern, Vertretern von Vereinen und Institutionen, Vertretern der Wirtschaft sowie Bildungs- und Jugendexperten besprochen und vereinbart, wohin sich die Stadt Nettetal entwickeln soll und welche Themen oder Schwerpunkte für die Zukunftsentwicklung der Stadt von besonderer Bedeutung sind. Von September bis November fanden hierzu fünf Ideen-Werkstätten mit insgesamt 183 Teilnehmern statt, die mehr als 1.200 Ideen, Vorschläge, Anregungen aber auch Kritik in den Leitzielprozess einbrachten. Lesen Sie hierzu auch den ausführlichen Bericht "Bürgerinformation zu Leitzielen als Markt der Möglichkeiten".

Die gesammelten Ideen wurden werkstattübergreifend sortiert und zu folgenden Themenfeldern Leben organisieren, Leben gestalten, Bildung & Jugend, Arbeiten & Investieren zusammengefasst. Zu diesen Themenfeldern wurden erste Vorschläge zur Formulierung von Leitzielen sowie Einzelthemen erarbeitet. Übersicht als pdf-Datei: Aktueller Stand "Leitzielprozesse Nettetal 2015+"

Leben organisieren

  • Eine sichere und saubere Stadt
  • organisch verbundene Einheit;  Bürger-Unternehmen-Verwaltung
  • Ökologisch vernünftig handeln /sachlich richtig / nachhaltig
  • bedarfsgerechtes Wohnen; Der Lebenssituation entsprechenden Wohnraum bieten

 Einzelthemen:

  • Stadt als Koordinator; (Bürger, Vereine, Stadtteile)
  • Rad- und Wanderwege touristisch nutzen und verbessern
  • Bürgerbeteiligung bei Entscheidungsprozessen
  • Sicherheitsgefühl stärken
  • Für ein sauberes und gepflegtes Erscheinungsbild gemeinsam mit der Bürgerschaft sorgen
  • Vorhandene Flächenressourcen nutzen für attraktives Wohnen
  • ressourcenschonende Energiegewinnung und Nutzung
  • generationenübergreifendes Wohnen
  • altengerechtes Wohnen
  • ÖPNV den Mobilitätsbedürfnissen der Nutzer (Freizeit, Schule, Arbeit) (flexibel) anpassen
  • Verkehrsinfrastruktur für Nutzer (Pkw, Lkw, Radfahrer, Fußgänger) und Anlieger effektiv gestalten
  • Sicherstellung / Ausbau medizinische Versorgung
  • Wohnraum für Familien mit Kindern
  • Attraktive infrastrukturelle Ausstattung

 Leben gestalten

  • Lebendige und attraktive Innenstädte / Ortskerne gestalten
  • Nettetals Qualitäten entfalten – ständig weiter entwickeln
  • Engagement stärken
  • Teilhabe ermöglichen 

Einzelthemen:

  • In den Innenstädten gut einkaufen
  • Gute Städtebauliche und Grüngestaltung / Gastronomie in den Ortskernen verbessern
  • Grundversorgung in allen Ortskernen sicherstellen
  • Effektive und kooperative Zusammenarbeit zwischen Vereinen / Verbänden und der Stadt
  • Freizeit- und Kulturangebot weiter entwickeln und übergreifend vermarkten
  • Bestehende Angebote der Stadt und ehrenamtliche Aktivitäten zielgruppen-orientiert vermarkten!
  • Touristische Potentiale auch zur Belebung der Innenstädte nutzen!
  • Kooperation von Vereinen (Sport, Kultur, Sozial, Heimatpflege)/Verbänden, Kitas + Schulen mitgestalten! Mit Vereinen, Verbänden, Gruppen eine zukunftsfähige Infrastruktur erhalten und ggf. entwickeln
  • Nettetals Naturpotential für Bewohner und Gäste (Touristen) nutzen
  • Natur und Seenlandschaft bewahren
  • Generationengerechte und generationsübergreifende Angebote schaffen
  • Teilhabe aller Interessierten an bestehenden Angeboten ermöglichen
  • Nettetal als Marke positionieren und stärker entwickeln => Identität schaffen
  • Sinnvolle Balance zwischen Gesamtstadt und Stadtteilen schaffen
  • Ehrenamtliche Aktivitäten stärken, fördern und vernetzen, Ehrenamtliche Tätigkeit Nachbarschaftshilfe, Ehrenamt

  

Bildung / Jugend

  • lebenslanges Lernen unterstützen
  • Qualität aller Bildungseinrichtungen steigern (Inhalt ist wichtiger als System)
  • Bildung als Chance zur Selbstbestimmung verstehen 
  • fördern und fordern

Einzelthemen:

  • kleinere Klassen, mehr Personal
  • Leistungsfähige Organisation (Struktur – Methode – Inhalte) Entwicklung
  • zukunftsfähige Schulstandorte (in den Stadtteilen) Konflikt zu „leistungsfähige“ Strukturen?
  • Möglichkeiten der demokratischen Teilhabe für Kinder und Jugendliche schaffen
  • Soziale und familiäre Unterstützung anbieten
  • Integration aktiv fördern
  • Attraktive (Freizeit)-angebote partizipativ mit den Jugendlichen entwickeln
  • Zusammenarbeit aller „Bildungsverantwortlichen“ einfordern und stärken (Kita, Schule, Stadt,  Wirtschaft, Eltern, Uni)
  • durchgängiges Übergangsmanagement KIGA->Schule->Beruf->Universität
  • Voraussetzung für Inklusion entwickeln
  • Elternverantwortung einfordern

 

Arbeiten / Investieren

  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern
  • Wirtschaftskraft stärken

Einzelthemen:

  • Betreuung kindgerecht flexibilisieren bzw. ausbauen
  • Fachkräftequalifikation stärken
  • Aktive Wirtschaftsförderung und Marketing für Unternehmensansiedlung betreiben
  • Geographische Lage besser nutzen (Grenznähe)
  • Arbeitsplätze familiengerecht ausgestalten
  • Kooperative Organisations- und Finanzierungsmodelle entwickeln
  • Optimale Datenkommunikation ermöglichen
  • Cluster bilden (Agrobusiness)
  • Schule und Wirtschaft eng bei der Berufsorientierung verzahnen
  • Teilhabe von nicht (mehr) ausreichend Qualifizierten am Arbeitsleben ermöglichen
  • Firmenkooperationen ausbauen
  • Innovative Unternehmenskonzepte positiv begleiten
  • Engagement der Unternehmen für Ausbildung stärken
  • Begabte fördern
  • Wirtschaftsfreundliches Klima in der Stadt weiter verbessern

 


Rückblick

45 Teilnehmer bei der Ideenwerkstatt für die Wirtschaft

Den Abschluss der Ideenwerkstätten bildeten die Bildungs- und Jugendexperten am 16. November. Zu den drei Themen „Chancen: Zusammenarbeit Bildungseinrichtungen & Wirtschaft“, „Qualität im System steigern“ und „Jugend & Freizeit“ wurden von den 45 Teilnehmern 190 Vorschläge in den Prozess eingebracht. Die Ergebnisse können Sie sich hier als pdf-Datei (2,2 MB) ansehen:

26 Teilnehmer bei der Ideenwerkstatt für die Wirtschaft

Am Donnerstag, 4. November, wurden zusammen mit den Vertretern aus der Wirtschaft und den weiterführenden Schulen zu folgenden drei Themenschwerkpunkten Ideen gesammelt: Rahmenbedingungen/Kooperationen/Wirtschaftsförderung, Zusammenarbeit von Schule & Wirtschaft, Vereinbarkeit von Famile & Beruf.  Die Ergebnisse können Sie sich hier als pdf-Datei (2 MB) ansehen:

50 Teilnehmer bei der Ideenwerkstatt für Vereine und Institutionen

Moderator (stehend) erläutet dem Publikum (sitzend) eine Bildschirmpräsentation.^

Am Dienstag, 26. Oktober, kamen im Rathaus die Vereine und Institutionen zu Wort, konnten ihre Ideen der Stadt präsentieren, über zukunftsfähige Strukturen für Vereine und Institutionen sowie ein Zusammenspiel mit der Stadt zu diskutieren. Moderiert wurde die Ideenwerkstatt wieder vom Nettetaler Unternehmensberater Frank Bienkowski (m+ consult). Die Ergebnisse können Sie sich hier als pdf-Datei (1,9 MB) ansehen:

    Ideenwerkstatt für Vereine und Institutionen im Rahmen von "Nettetal 2015+"

  "Vereine wünschen eine Hotline" (Bericht in der Rheinischen Post am 28. Oktober 2010)

Pinwand mit rechteckigen blauen Zetteln

Über 600 Vorschläge, Anregungen und Ideen bei den Bürgerwerkstätten

Am 30. September und 1. Oktober haben sich 60 Bürgerinnen und Bürger engagiert und konstruktiv an den Ideenwerkstätten für Bürger beteiligt und dabei mehr als 600 Anregungen, Ideen und Verbesserungsvorschläge erarbeitet. Die Ergebnisse können Sie sich hier als pdf-Datei (4,3 MB) ansehen:

    Bürgerwerkstätten Nettetal 2015+ (pdf-Datei)

Am Donnerstag, 30. September und Freitag, 1. Oktober fanden die Ideenwerkstätten zu 2015+ im Nettetaler Rathaus statt. Anlass für diese Aktion war, vor der Formulierung eines Leitbildes für „Nettetal 2015+", zunächst einmal viele Meinungen der Bevölkerung zu hören und zu sammeln. Mehr als 60 Bürger nutzten die Veranstaltung, um ihre Ideen und Verbesserungsvorschläge für die Zukunft mitzuteilen. Über 600 Ideen und Anregungen konnten so zusammengetragen werden.

Bürgermeister Christian Wagner eröffnete die Ideenwerkstatt mit einer Willkommensrede. „Zusammen kann man mehr erreichen. Die Stadt soll mit Hilfe der Bürgerideen dynamischer werden und das „+" in 2015+ könnte beispielsweise die Bürger symbolisieren", so Wagner. Die Leitung der Leitzieldebatte übernahm dann Frank Bienkowski, Diplom-Betriebswirt und Unternehmensberater. „Die Bürger sind der Motor und die Verwaltung das Getriebe", sagt Bienkowski. „Das Ganze funktioniert nur zusammen. Alle zusammen schaffen eine Perspektive, die wächst und nicht still steht".

Menschen sitzen in einem Sitzungsraum

Zunächst wurden vier große Themenblöcke „Natur und Umwelt", „Gestalten und Leben", „Wohnen und Leben" sowie „Arbeiten und Investieren" gebildet. Alle Bürger hatten nun die Gelegenheit, ihre Ideen auf farbigen Zetteln zu notieren. Die Ideenschilder wurden dann eingesammelt und zunächst an die jeweiligen Pinnwände geheftet. Auf einer runden Karte konnten die Bürger Einwände gegen eine Idee erheben und einen Gegenvorschlag vermerken. Im nächsten Schritt wurden dann für jeden Themenblock kleinere Arbeitsgruppen gebildet. So konnten die Themen detailliert und ausführlich im kleinen Kreis gebündelt, diskutiert, erläutert und erörtert werden. Im Anschluss präsentierten die Moderatoren die Ausarbeitungen der jeweiligen Gruppen im Ratssaal. Im letzten Schritt erfolgte dann die Bewertung der gesammelten und geordneten Ideen. Jeder Bürger hatte insgesamt zehn rote Klebepunkte zur Verfügung, die er hinter seine bevorzugten Unterthemen kleben konnte.

Ganz vorne im Rennen lag mit 15 Punkten im Themenblock „Umwelt und Natur" die Forderung, dass die Stadt die Seen erhalten müsse. Außerdem lagen die Themen Ausbau des Radwegenetzes und Fortsetzung des Grüns bis in die Ortskerne (grüner Stadtplan) den Bürgern besonders am Herzen. Ebenso wurde der Wunsch geäußert, den Tourismus auch wegen seiner wichtigen wirtschaftlichen Bedeutung weiter zu fördern. Beispielsweise wurde angeregt, ein Nettetaler Tourismusprojekt auszuarbeiten und den Campingplatz am Wittsee in ein Feriendorf umzuwandeln. Weiterhin plädierten die Bürger im Bereich Wirtschaftsförderung dafür, die Industrie zu unterstützen, Kleingewerbe im Wohngebiet zu integrieren und die Außenbereiche für Kleinunternehmen zugänglich zu machen. Außerdem solle die Wirtschaftsförderung sich um innovative Unternehmen bemühen, Hilfe bei Genehmigungen geben und einen Pfadfinder durch den Fördergelddschungel stellen. Zudem regten die Bürger an, das Augenmerk auch auf Bildung und Ausbildung zu richten. Die Schulstandorte sollen zukunftsfähig gemacht werden. Keine Einigung fanden die Bürger bei dem Thema, ob das dreigliedrige Schulsystem gestärkt oder das längere gemeinsame Lernen unterstützt werden solle. Für den Themenbereich „Wohnen und Leben" in Nettetal favorisieren die Bürger insbesondere eine Fußgängerzone mit einem abwechslungsreichen Angebot, generationsübergreifende Spielplätze, ein Ärztehaus, ein eigenes Jugendamt und alle zwei Jahre ein Nettefest. Im Bereich Verkehr wurde kritisiert, dass zu viele Kreisverkehre errichtet wurden und Bus- sowie Bahnlinien verbesserungswürdig seien. Ein weiterer Ratschlag an die Verwaltung war, dass eine gute Zusammenarbeit zwischen den Städten Nettetal und Venlo weiterhin stattfinden soll, auch im Hinblick auf die Floriade 2012. Schon bald soll eine Ideenbox im Rathaus aufgestellt werden, in der die Bürger jederzeit ihre Ideen und Anregungen einwerfen können.

Im weiteren Verlauf wird am Dienstag, 26. Oktober, um 18.30 Uhr eine weitere Ideenwerkstatt für Vereine stattfinden. Am Donnerstag, 4. November, um 19 Uhr findet dann eine Ideenwerkstatt für die Nettetaler Wirtschaft statt und am Dienstag, 16. November, um 18 Uhr können Vertreter der Bildungseinrichtungen ihre Ideen kundgeben. Der erste Zwischenbericht soll am Donnerstag, 2. Dezember, um 18.30 Uhr im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt werden. Eine Beratung in der Finanz- und Strategiekommission ist für Januar 2011 vorgesehen. Weiterhin soll im Februar 2011 im Rahmen einer Bürgerbeteiligung der Entwurf zu den Leitzielen Nettetal 2015+ vorgestellt werden und im März 2011 die Beschlussfassung im Rat stattfinden, nachdem diese im Haupt- und Finanzausschuss präsentiert wurde.

Zu guter Letzt hatte Bürgermeister Christian Wagner noch einmal das Wort. Er betonte erneut, dass die Ideen der Bürger sehr wichtig sind und er sie weiterhin gerne bei der Leitzielfindung mit dabei haben möchte. „Meine Erwartungen wurden übertroffen", so ein Bürger aus der Menge.

Leitziele Nettetal 2015+

Rat und Verwaltung der Stadt Nettetal haben die Diskussion um die "Leitziele Nettetal 2015+" angestoßen. "Die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt sollen ihre Zukunft aus eigener Kraft gestalten", so Bürgermeister Christian Wagner. Deshalb sollen in einem strukturierten Prozess, bei dem die Bürgerinnen und Bürger und Ratsgremien intensiv eingebunden werden, die Leitziele für unsere Stadt neu definiert werden. Welche Themen und Schwerpunkte sich als diejenigen herausstellen, die für die Zukunftsentwicklung unserer Stadt von besonderer Bedeutung sind, das soll gemeinsam mit Rat und Bürgerschaft im Jahr 2010 miteinander besprochen und vereinbart werden. Die konzentrierte Leitzieldiskussion „Nettetal 2015+" soll also einerseits verbindlich klären, wohin sich unsere Stadt zukünftig entwickeln soll; andererseits soll sie auch die Motivation für die in den nächsten Jahren konkreten und sicherlich nicht immer einfachen Entscheidungen für Nettetal bilden. Gemeinsam soll so eine mutige aber auch erreichbare Vision davon entwickelt werden, wie unser Nettetal in Zukunft aussehen soll. In verschiedenen Schritten soll die Diskussion mit der Bürgerschaft geführt werden. Start des Prozesses war im September 2010.

Ausgangslage:

Die Chancen Nettetals durch die Entwicklung von VeNeTe und die Risiken Nettetals durch die demografische Entwicklung erfordern das verantwortliche Neudefinieren  von Leitzielen für unsere Stadt.

Prozess:

Die für die Zukunftsentwicklung unserer Stadt bedeutsamen Themen und Schwer-punkte sollen gemeinsam mit Bürgerschaft und Rat vereinbart werden. In Ideenwerkstätten mit Bürgern, Vertretern aus Vereinen, Wirtschaft und Bildung wird die Darstellung Nettetals in folgenden Themenblöcken diskutiert:

  • Wohnen & Leben
    (attraktiv für jung und alt)
  • Arbeiten & Investieren
    (interessant als Wirtschaftsstandort)
  • Natur & Umwelt
    (im Einklang mit dem Naturraum Zukunft gestalten)
  • Gestalten & Erleben
    (Freizeit und Wohlfühlen als Standortfaktor)

Ziele:

Graphik mit Finanzkraft (Ziel 2015+ = aufwärts, Trend = abwärts) und Bürgerzahl (Ziel 2015+ = aufwärts, Trend = abwärts)

Für Nettetal wird ein konkretes Zukunftsbild entwickelt. Die Leitziele 2015+ sollen sich dabei auf wichtige Kernaussagen beschränken.

Sich im Wettbewerb der Städte / Gemeinden um Neubürger und Betriebsansiedlungen gegen den Trend dauerhaft abheben und Handlungsfreiraum schaffen.

Runder Kreis mit Köpfen, Text "Gestalten Sie Nettetals Zukunft" Nettetal 2015plus. Ich bin dabei. Machen Sie mit...kommen Sie zur Ideenwerkstatt für Bürger.  Runder Kreis mit Köpfen, Text "Gestalten Sie Nettetals Zukunft" Nettetal 2015plus. Ich bin dabei. Machen Sie mit...kommen Sie zur Ideenwerkstatt für Bürger.

Berichte in der örtlichen Presse: