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NetteCard: Ein Bonussystem, das mit der Zeit geht

Mitteilung vom: 25.06.2020

NetteCard 2020

Die NetteCard ist seit 16 Jahren ein Erfolgsmodell für Nettetal. Über das grün-blaue Ticket bindet der Verein NettePunkt die Kunden von Einzelhandel, Gastronomie, Handwerk und Dienstleistung an die Seenstadt. Das funktioniert über das Sammeln von Bonuspunkten, die Teilnahme an Gewinnspielen oder an attraktiven Händleraktionen sowie den Verkauf von Gutscheinen. „Wir sind aktuell bei 33 teilnehmenden Partnern. Gut 8.000 Kunden haben die NetteCard im Portmonee oder als App auf dem Handy", sagt Christoph Cremers, mit Clemens Rütten einer der beiden Geschäftsführer des Vereins.

„Die NetteCard mobilisiert die Menschen für den City-Handel und sorgt dafür, dass unsere Innenstädte attraktiver sind", sagt Philipp Hammans, der mit Astrid Stelzer den Vorstand des Vereins NettePunkt bildet. Philipp Hammans betont auch die enge Kooperation des Vereins mit den örtlichen Werberingen in Breyell, Kaldenkirchen und Lobberich.

„Punkte sammelt man kinderleicht", weiß Astrid Stelzer aus der Erfahrung ihres Geschäfts in Kaldenkirchen. „Einfach Karte vorzeigen, und schon werden die Punkte über den QR-Code elektronisch verbucht", so die Einzelhändlerin. Über die App auf dem Smartphone - iOS wie Android - kassiert der Kunde seine Punkte digital. Sobald ein Kunde die 100 oder 1000 Punkte voll hat, entsteht ein freudiger Moment in den Geschäften. Ein Punkt entspricht einem Cent, ab 100 Punkte kann eingelöst werden, 1000 Punkte entsprechen 10 Euro.

Apropos App: Im Jahr 2017 ist die NetteCard in die digitale Welt gesurft. Über den Premium-Partner Stadtwerke Nettetal kann die vorherige Chipkarte seitdem auch online gesteuert werden. „Das war ein Quantensprung für uns", berichtet Christoph Cremers. In der Beliebtheitsskala ging es weiter steil nach oben. Sowohl Kunden als auch Mitglieder finden mehr und mehr Gefallen an der NetteCard. In der Mitgliederliste stehen mittlerweile neben Geschäften, Apotheken, Buchhandlungen, Optikern, Blumenläden, Restaurants und Bistros sogar ein Erdbeerhof, das Gesundheitszentrum NetteVital oder Institutionen wie Finlantis oder der Kletterpark.

Selbst Corona hat der NetteCard nicht geschadet. „Dafür sorgt unser Online-Shop - der nächste Meilenstein", sagt Christoph Cremers. Damit will, so Philipp Hammans, der Verein keineswegs das Shoppen "face to face" in den Ortskernen von Breyell, Kaldenkirchen und Lobberich beeinträchtigen. „Es ist ein zusätzliches Angebot der digitalen Kommunikation bei gleichzeitigem Erlebniseinkauf", so der NettePunkt-Vorstand. Der Online-Shop läuft über drei Sparten: digitales Gutschein-System und Lieferservice sind bereits gut angelaufen; Ende Juli erfolgt der eigentliche Online-Shop über die NetteCard-Website.

Die Stadt Nettetal unterstützt das Modell NetteCard - ideell wie finanziell. Bürgermeister Christian Wagner, seit der Geburtsstunde der NetteCard anno 2004 im Amt, fördert die Idee seit den Anfängen. Stadt und NettePunkt marschieren Schulter an Schulter für die Belebung ihrer Stadt. Wirtschaftsförderer Hans-Willi Pergens, der den Online-Shop jetzt mit aufs Gleis bringt, freut es zu hören, dass über das Punktesystem alleine seit der Umstellung in 2017 ein guter sechsstelliger Betrag an Bonuspunkten bewegt wurde, die innerhalb der Stadtgrenzen der Wirtschaft zugute gekommen sind. „Keine Frage, die NetteCard kurbelt unsere Wirtschaft an und ist im Einzelhandel nicht mehr wegzudenken", sagt der Leiter der Abteilung Unternehmensservice im Rathaus. Nebenan, im Stadtmarketing, ist eigens ein Hot-Spot für die Bonuskarte eingerichtet, den Sabine Monz im Zusammenspiel mit den zwei NetteCard-Geschäftsstellen betreut. „Man merkt es bei sich selbst: die NetteCard schafft lokale Kaufkraftbindung. Dadurch entsteht eine immense Wertschöpfung in Nettetal", so Sabine Monz.

Zusammen mit dem Verein NettePunkt soll die Zahl sowohl der teilnehmenden Geschäfte als auch der Kunden weiter nach oben gebracht werden. Weiße Flecken sollen zu NetteCard-Farbtupfern werden. Luft nach oben ist beispielsweise in der Gastronomie. Und auch in den kleineren Stadtteilen Schaag und Leuth würde sich der Verein über das eine oder andere Neu-Mitglied freuen.

Noch bis Ende des Jahres läuft übrigens die Jubiläums-Aktion anlässlich „50 Jahre Stadt Nettetal". Jeder 50. Einkauf mit der NetteCard erhält exklusiv 500 Extra-Punkte - gefördert durch die Stadtwerke Nettetal.

 

Interview mit Geschäftsführer Christoph Cremers

Herr Cremers, dürfen nur Nettetaler die NetteCard nutzen?

Nein, das Bonussystem ist offen und für jeden kostenlos zugänglich. Auch die Venloer, die Brachter, die Boisheimer, die Grefrather, die Mönchengladbacher, die Kempener oder die Süchtelner - um nur ein paar zu nennen - profitieren von der NetteCard. Etliche der rund 10.000 NetteCard-Besitzer sind Auswärtige. Das wird auch tatsächlich genutzt. Die Städter verbinden den Erlebniseinkauf in Nettetal häufig mit einem Ausflug in unsere herrliche Natur mit der Seenlandschaft.

Nettetal hat tolle Restaurants. Warum sind so wenige Mitglied im Verein NettePunkt?

Mitglieds-Restaurants wie die Lüthemühle wissen es sehr zu schätzen, dass sie im Verbund NetteCard Mitglied sind. Egal ob Restaurant, Geschäft oder Dienstleister - bei den Mitgliedern ist mehr los, was sich im Umsatz positiv bemerkbar macht. Außerdem sind diese Geschäfte über unsere diversen Plattformen - analog wie digital - immer im Gespräch. Ich habe hier übrigens nicht nur Restaurants, sondern auch Handwerker im Blick. Und was ist mit dem Friseur, dem Metzger? Auch für sie würde die NetteCard-Vernetzung neue Geschäftsfelder eröffnen. Vielleicht muss sich das in diese Sparten noch herumsprechen. Über unseren zweimal wöchentlich aufgelegten Newsletter haben wir hierzu die Möglichkeit.

Was ist mit Firmen?

Firmen nutzen die NetteCard vielfach als Präsent für ihre Mitarbeiter. Das macht zum Beispiel unser Premium-Partner, die Stadtwerke Nettetal. Oder die Suthor Papierverarbeitung. Ein solches Präsent hat den Mehrwert, dass es die Mitarbeiter an unsere Stadt bindet und insofern auch den Arbeitsplatz sichert und attraktiv macht. Hier hören wir viel Positives aus den Unternehmen.

Wie teuer ist es für die Mitglieder, die NetteCard zu vertreiben?

Die Mitglieder zahlen einen monatlichen Beitrag in Höhe von 47 Euro. Außerdem übernehmen sie die gewährten Rabatte, die über die Punkte gutgeschrieben werden. Wer erst einmal schnuppern möchte, kann eine kostenlose Testmitgliedschaft von drei Monaten buchen. In der Corona-Krise haben wir zwei Monate auf die Mitgliedsbeiträge verzichtet, um den Handel zu entlasten.

Wie würden Sie die Vorteile der NetteCard in einem Satz auf den Punkt bringen?

Die NetteCard ist ein ehrliches, transparentes und lokal angedocktes Mehrwert-System, bei dem der Kunde selbst entscheiden kann, wo und wann er sein Geld investiert, um daraus attraktive Vorteile für sich in Anspruch zu nehmen.

www.nettecard.de

Bildunterschrift: Vorstand und Geschäftsführung des Vereins NettePunkt sehen sich in der Lobbericher Innenstadt um (v.l.): Christoph Cremers (Geschäftsführer), Astrid Stelzer, Philipp Hammans (beide Vorstand). Fotos: Stadt Nettetal