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Niedieck - De Ball – Verseidag Die Samt- und Seidenindustrie am Niederrhein zwischen Tradition und Avantgarde

Mitteilung vom: 11.09.2019

Denkmaltag Vortragsabend

Ein großer Erfolg wurde der Vortragsabend anlässlich des „Tag des offenen Denkmals 2019". Dr. Michael Rauterkus, Erster Beigeordneter der Stadt Nettetal, begrüßte zahlreiche Kunst- und Geschichtsinteressierte, darunter auch Prof. Dr. Leo Peters, Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande und Honorarprofessor am Historischen Seminar der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sowie Vertreter in vielen wichtigen Gremien und Jurys. Zudem freute sich Dr. Rauterkus, eine große Anzahl von Rats- und Vereinsvertretern, insbesondere auch Vertreter der niederländischen Partnervereine sowie Vertreter aus der Architektenschaft im stilvollen und vollbesetzten Veranstaltungsort der Kanzlei Boyxen, Dammer, Berge und Partner willkommen zu heißen. So zeigte sich auch Rechtsanwalt Jürgen Boyxen als Hausherr sehr zufrieden.

In die Vorträge führte Carola Schellhorn, Leiterin der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Nettetal, mit einem Impulsvortrag ein. Sabine Houben, Architektin aus Nettetal, zeigte sehr plastisch anhand von Küche und Bad die Veränderungen der Wohnkultur von damals zu heute. Ebenso machte Houben Lust auf Veränderungen in Bestandsgebäuden. Spannend wurde es mit dem Vortrag von Frans Hermans, Archivar der Stadt Venlo, der über den ersten Wolkenkratzer Venlos zu berichten wusste. Uwe Hillekamp, Leiter des Büro Hillekamp + Weber Architekturstudio aus Mönchengladbach, warf die Frage auf, ob der Zeitgeist der Bauhausarchitektur in heutigen, modernen Bauten wiederzufinden ist. Hillekamp ist sich sicher: Im Bauhaus der 20er gab es kein „Ich". Der Teamgeist zählte. In seinem Büro gelte dieser Grundsatz auch heute. Alle sind an einem Projekt beteiligt und alle bringen ihre jeweiligen Expertisen ein. So wird gewährleistet, dass am Ende beste Qualität entsteht.

Eine Zeitreise durften die Gäste mit Dr. Stefanie van de Kerkhof machen. Anschaulich und mit vielen Hintergründen belegt erörterte van de Kerkhof die Entstehung und den Werdegang der Samt- und Seidenindustrie am Niederrhein mit den Firmen Niedieck, De Ball und Verseidag. Und damit einhergehend die Industriebaukultur der 20er Jahre. Beim anschließenden Umtrunk waren sich die Gäste einig: Das Format soll wiederholt werden. Dr. Rauterkus bedankte sich bei allen Referentinnen und Referenten und überreichte als Zeichen des Dankes das Buch von Dr. Theo Optendrenk und Greta van der Beek-Optendrenk „Samt und Seide - Zur Geschichte der LobbericherTextilindustrie". Dr. Rauterkus dankte dem Hausherrn Jürgen Boyxen mit dem Nettetal-Poster.

Bildunterschrift v.l.: Carola Schellhorn, Uwe Hillekamp, Dr. Stefanie van de Kerkhof, Sabine Houben, Jürgen Boyxen, Dr. Michael Rauterkus, Frans Hermans. Foto: privat