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Stadt informiert über Eichenprozessionsspinner

Mitteilung vom: 24.07.2019

Auch wenn die Gefahr mittlerweile hinlänglich bekannt und das Thema in den Medien allgegenwärtig ist, rät die Stadt Nettetal weiterhin zur Vorsicht: Im Nettetaler Stadtgebiet werden nach wie vor Raupen des Eichenprozessionsspinners gesichtet. Kontrollen der Stadt Nettetal und Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern haben ergeben, dass an verschiedenen Stellen, so zum Beispiel auf öffentlichen Grünflächen, an den Radwanderrouten sowie den Wanderwegen Eichen von Eichenprozessionsspinnern befallen sind.

Bei den rund 3.000 Eichen im innerstädtischen Bereich ist eine vollständige Kontrolle nicht möglich. Nur dort, wo sich regelmäßig Menschen aufhalten, soll zu deren Schutz in den natürlichen Prozess eingegriffen werden. Um die Raupen beziehungsweise deren Nester unschädlich zu machen, setzen die Mitarbeiter nun auch einen Hochleistungssauger ein. Eine Bekämpfung der Raupen im Wald erfolgt - auch nach Rücksprache mit dem zuständigen Förster - hingegen nicht. Hier bittet die Stadt Nettetal um ein angepasstes Verhalten der Waldbesucher.

Bis Anfang September setzen die Weibchen des Eichenprozessionsspinners neue Eier ab. Nach dem Schlüpfen der Falter bleiben leere Gespinste zurück. Auch darin zurückgebliebene Brennhaare verursachen Unannehmlichkeiten. Biologen erwarten, dass das Auftreten der Raupen in diesen großen Mengen zeitlich begrenzt ist, wenngleich von einem natürlichen Gleichgewicht noch keine Rede sein kann. In der Natur kommt ein solch unerwartetes Auftreten meist von selbst wieder zum Stillstand, sobald sich genug "natürliche" Feinde der Raupe entwickeln. Beispielsweise sind es Parasiten oder Vögel und Insekten (Käfer), die die Larve der Raupe als Futter benötigen. Außerdem sorgen auch Krankheiten für eine Dezimierung der Raupen.

Im Frühjahr wurden bereits rund 500 Bäume in einem Sprühverfahren mit einem biologischen Mittel behandelt. Dies geschah dort, wo in der Vergangenheit bereits Befall festgestellt wurde und mit einem direkten Kontakt zwischen Menschen und Eichenprozessionsspinner zu rechnen war, beispielsweise an Kindergärten, Schulen oder Sport- und Spielplätzen.