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Tag der offenen Tür in Nettetaler Betrieben: 380 Schüler besuchen 78 Betriebe (archivierte Mitteilung)

Mitteilung vom: 28.06.2016

ToTidB Stadtwerke

Bereits zum 8. Mal öffneten Nettetaler Betriebe ihre Türen, um Schülern einen ersten Einblick in die Berufswelt zu ermöglichen. Auch in diesem Jahr präsentierten sich die Unternehmen mit einem bunten Branchenmix, der für jedes Interessengebiet passende Berufsbilder zu bieten hatte. Gleichzeitig konnten sich Firmen bei den künftigen Fachkräften als attraktiver Arbeitergeber präsentieren. In diesem Jahr nahmen erstmals Schüler der achten Klassen teil. „Damit wird ein wichtiges Kriterium für die Anerkennung als Berufsfelderkundungstag im Rahmen des Landesprogramms KAoA (Kein Abschluss ohne Anschluss) erfüllt. Der Termin wurde daher auch gezielt zum Ende des Schuljahres gewählt, damit die Schüler eine weitergehende Reife besitzen und mit den Erfahrungen aus diesem Tag schon auf die Wahl eines Praktikumsplatzes zu Beginn der 9. Klasse vorbereitet werden", erläutert die städtische Bildungskoordinatorin Heike Rose.

TotidB Haus Bey

Eine, die sich den Tag der offenen Betriebe bereits zu Nutzen gemacht hat, ist Julia Joosten. Die Kaldenkirchenerin absolviert mittlerweile ihr drittes Ausbildungsjahr bei den Stadtwerken Nettetal und schaute einst selbst als Teilnehmerin am Tag der offenen Tür beim Energieversorger an der Leuther Straße vorbei. „Mich haben die Berufsbilder der Stadtwerke damals sehr interessiert. Durch den Besuch reifte mein Entschluss, hier eine Ausbildung zu beginnen und ich bin wirklich froh, diesen Schritt gemacht zu haben. Die Ausbildung macht mir sehr viel Spaß. Es war richtig, sich den Betrieb im Vorfeld einmal anzuschauen und sich mit den angebotenen Ausbildungsberufen auseinanderzusetzen", erzählt Julia Joosten, während sich nur wenige Meter weiter Schüler der Nettetaler Schulen am Verschweißen von Versorgungsrohren probieren. Die fertigen Rohre dürfen sie nach ihrem zweistündigen Besuch, der einen Einblick in den jeweiligen Betrieb geben soll, als Andenken mitnehmen.

Zwei Termine müssen die Achtklässler an diesem Tag wahrnehmen, die Auswahl fällt dabei nicht immer leicht. Denn die Anzahl der teilnehmenden Betriebe war auch in diesem Jahr wieder groß. Insgesamt 78 Unternehmen aus insgesamt 32 verschiedenen Branchen mit 179 Berufsbildern empfingen die 380 Schüler der Real-, Gesamt- und Hauptschule sowie des Werner-Jaeger-Gymnasiums und sorgten für eine praxisorientierte Vermittlung des Berufslebens.

ToTidB Suthor

In der Evangelischen Kindertagesstätte Löwenzahn freuten sich die Kinder, dass sich auch ein Junge für den Beruf des Erziehers interessierte. Jedes Jahr ist auch die Bundeswehr mit einem Truck auf dem Gelände des Rhein-Maas-Berufskolleg dabei. Nach der Grundausbildung stehen dort die Türen zu einer beruflichen und schulischen Ausbildung offen. Über 60 Berufe können erlernt und über 40 Studiengänge können absolviert werden. Auch das Optiker- und Schmuckhandwerk war wieder vertreten. Einzelhändler Philipp Hammans aus Breyell gewährte einen anschaulichen Blick in den Beruf des Uhrmachers. Die Begeisterung des Chefs sprang hier sehr schnell auf die Schüler über, sodass auch gleich ein längeres Praktikum angeboten wurde.

Michael Schepers (Peter van Kempen GmbH, Lobberich) führte die Schüler durch die Produktion, gab Hinweise zu den verwendeten Materialien beim Fenster- und Türenbau und erzählte ganz nebenbei über ein aktuelles Thema, die Einbruchsprävention.

Bei der Toni Peters Druck (Kaldenkirchen) führte der Auszubildende Florian Schütterle durch den Betrieb und erklärte die verschiedenen Vorgänge in einem Druckprozess. Hierbei erfuhren die Teilnehmer auch viel Wissenswertes über den 3D-Druck oder die neueste UV-Tinte.

ToTidB

Im Haus Bey (Hinsbeck) begleitete Restaurantfachfrau Sonja Terkatz die Gäste durch die Küche, stellte die verschiedenen Ausbildungsbereiche und den Begriff des „Commis" vor. So werden junge Menschen in der Gastronomie bezeichnet, die gerade mit der Lehre fertig sind. Gemeinsam mit den Schülern wurden dann Spaghetti mit Gemüse und Gambas gekocht und auch gegessen. Über die tägliche Arbeit in einer Kleintierpraxis informierte Tierärztin Agnes Hennen (Lobberich). Für erste Untersuchungen stellte sich Praxishündin Paula freiwillig zur Verfügung. Steuerberater Georg Lickes (Hinsbeck) vermittelte einen interessanten Einblick in die (nicht nur trockene) Welt der Buchhaltung. Am Ende durften die Kinder selber eine (fiktive) Lohnsteuererklärung erstellen.

Auch die Stadtverwaltung beteiligte sich wieder an dem Berufsorientierungstag. Im Rathaus erhielten die Schüler Informationen über die Ausbildungsberufe des Verwaltungsfachangestellten sowie die Beamtenlaufbahn für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst, auf dem Baubetriebshof der Stadt Nettetal wurden die dort anzutreffenden Berufsbilder wie Straßenwärter, Maler, Tischler und Gärtner vorgestellt.

Bürgermeister Christian Wagner, der auch im Heilpädagogischen Zentrum in Breyell vorbeischaute, entdeckte dort engagierte Schülerinnen, die sich schnell integrierten und gemeinsam mit den Mitarbeitern Sortierarbeiten durchführten. „Der Tag der offenen Betriebe hat sich schon lange als sehr nützlich durchgesetzt, die Resonanz der Unternehmen ist durchweg positiv. Wir werden die Idee der beruflichen Orientierung auch in Zukunft weiter fortsetzen."