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Was darf gute Stadtkultur kosten?

Mitteilung vom: 24.11.2022

Vereinswerkstatt IV Nachtreffen

Wie hoch dürfen die Zuschüsse sein, um den öffentlichen Nettetaler Kulturbetrieb gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern verantworten zu können?Mit dieser Frage beschäftigen sich die Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Städtepartnerschaften in den nächsten Monaten. Die Ausschuss-Vorsitzende Renate Dyck (SPD) warf die Frage im Ausschuss auf.

Jochen M. Müntinga, Geschäftsbereichsleiter Familie, Bildung und Soziales, hatte zuvor von unterschiedlichen Auslastungszahlen berichtet. So habe das Goethe-Schauspiel Stella recht wenig Besucher angezogen, wohingegen das Kindertheaterstück „Die unendliche Geschichte" ein Publikumsmagnet gewesen sei. Auch bezüglich der Spielstätten passe es teilweise nicht so recht, insbesondere seit Schließung der Werner-Jaeger-Halle.

Für die Mitglieder des Ausschusses sei Kultur „Daseinsvorsorge" und sei selbstredend nicht kostendeckend. „Das ist Bildung, da muss man Geld in die Hand nehmen," so die einhellige Auffassung. Einigkeit bestand unter den Fraktionen, das Kulturprogramm bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten an der Werner-Jaeger-Halle in bewährter Qualität durchzuführen. Zu berücksichtigen seien allerdings die Besucherzahlen, die sicher nicht nur aufgrund von Corona unter dem früheren Standard zurückgeblieben seien. Ohne Abstriche an Qualität und Quantität des Angebotes zu machen, müsse darüber nachgedacht werden, wie die Kosten im Rahmen zu halten seien. Bis zum Haupt- und Finanzausschuss am 29. November soll es seitens der Politik einen für alle Beteiligten tragfähigen Vorschlag geben.

Bildunterschrift: Die Werner-Jaeger-Halle wird derzeit saniert. Foto: Stadt Nettetal