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„Wir wissen, wie die Niederländer ticken“ - Unternehmen WWS nutzt Standort Nettetal zur Nachbarschaftspflege (archivierte Mitteilung)

Mitteilung vom: 28.01.2014

Links stehend Marco Schmedt und rechts stehend Udo Post

Anträge, Genehmigungen, Formulare – wenn Unternehmer den Schritt in ein neues Land wagen, stehen sie oft vor bürokratischen Herausforderungen. Damit der Papierkriegsie trotzdem nicht davon abhält, sich mit ihren Unternehmen jenseits der eigenen Landesgrenze anzusiedeln, gibt es in Nettetal die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft WWS Wirtz, Walter, Schmitz GmbH, kurz WWS. Sie unterstützt niederländische Unternehmer, die es nach Deutschland zieht, durch Beratung in Sachen Steuern, Recht und Rechnungswesen. Aber auch Deutschen auf dem Weg zum Geschäftsaufbau in den Niederlanden hilft WWS, im Nachbarland Fuß zu fassen.

Seit 1990 ist WWS in Nettetal vertreten, weitere Standorte sind Mönchengladbach und Aachen. Alle drei Städte zeichnen sich durch ihre Nähe zur niederländischen Grenze aus. Gerade in Nettetal bestimmt diese den Berufsalltag der beiden Geschäftsführer des Standorts, Udo Post und Marco Schmedt. „Ein Großteil unserer Kunden sind deutsche Tochtergesellschaften niederländischer Firmen, die in Deutschland Fuß fassen wollen“, sagt Schmedt. Und für die Niederländer sind Nettetal und die umliegende Niederrhein-Region sehr attraktiv: Der deutsche Markt ist größer als der in der Heimat, gleichzeitig sind von hier aus die Wege zur Muttergesellschaft in den Niederlanden kurz. Auch Handelspartner in der Bundesrepublik lassen sich über Nettetals Verkehrsanbindung schnell erreichen.

Dieses Argument lockt besonders Kunden aus dem Agrobusiness an den Niederrhein. Unternehmen aus der Ernährungswirtschaft finden in Nettetal optimale Bedingungen für ihr Geschäft und lassen sich von WWS in steuerlichen Angelegenheiten beraten. „Einer unserer Mandanten ist spezialisiert auf den Anbau von Eisbergsalat im wirklich großen Stil. Aktuell bearbeiten wir eine Anfrage von einem Spargelbauern“, nennt Marco Schmedt zwei der Agrobusiness-Kunden. Sein Kollege Udo Post sieht Chancen durch das Agrobusiness in der Region: „Nettetal als Agrobusiness-Standort zu positionieren ist nur logisch, denn hier in der Region gibt es schon viele Unternehmen dieser Branche. Gerade das neue Gewerbegebiet VeNeTe liegt logistisch gesehen hervorragend. Das ist eine Chance für unsere niederländischen Mandanten und somit für uns.“

Auch die Stadt Nettetal kann von den niederländischen Einflüssen profitieren. Schließlich gibt es laut Marco Schmedt noch einiges, das man von den Nachbarn lernen kann: „Die Niederländer sind ein Handelsvolk und sehr offen für Einflüsse von außen. Sie sind entscheidungsfreudig und trauen sich auch mal was.“ WWS nimmt daher gerne Angebote in Anspruch, die niederländische und deutsche Unternehmer zusammenbringen. Das Unternehmen ist Mitglied im Businessclub des niederländischen Fußballvereins VVV Venlo, „eine sehr gute Plattform für das Knüpfen von Geschäftsbeziehungen“, wie Udo Post findet. Während der Fußballspiele des Clubs oder bei einem der Business-Events im Stadion können sich Unternehmer der beiden Nachbarländer austauschen. So entstehen immer wieder grenzübergreifende Kooperationen.

Auf die kulturellen Unterschiede ihrer deutschen und niederländischen Kunden hat sich WWS mit den Jahren eingestellt. „Wir wissen, wie die Niederländer ticken. Sie sind sehr spontan, wenn es darum geht, ein neues Geschäft aufzubauen und dann muss es immer schnell gehen“, sagt Udo Post. Für die reibungslose sprachliche Verständigung ist am Standort Nettetal gesorgt: „Ein ehemaliger niederländischer Grundschullehrer kommt einmal die Woche vorbei und gibt unseren Mitarbeitern Sprachunterricht.“ Für die Vertiefung der Sprachkenntnisse können die Mitarbeiter selbst in ihrer Freizeit sorgen. „Wir sind in zweieinhalb Stunden an der holländischen Küste und zum Shoppen fahre ich auch immer mal wieder die 5 Minuten nach Venlo“, sagt Ulrike Gartz, Steuerfachwirtin bei WWS. Nachbarschaftspflege mit den Niederländern gehört für sie ganz natürlich zum Alltag, genau wie für viele Nettetaler. Nicht nur die Sprache, auch das gegenseitige Verständnis verbessert sich so laufend.