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Wirtschaftsfrühstück informiert über Fördermittel für Betriebe

Mitteilung vom: 20.05.2022

Wirtschaftsfrühstück

Für Unternehmen gibt es umfangreiche Fördermittel zur Sanierung der Betriebsgebäude, für den Neubau oder auch für den Austausch von technischen Anlagen. Hier den Überblick zu behalten, ist nicht immer einfach. Beim 22. Nettetaler Wirtschaftsfrühstück hat Marco Wärntges vom Nettetaler Ingenieurbüro für Energieeinsparung einen guten Überblick über die aktuelle Förderlandschaft verschafft. Hierzu konnte Bürgermeister Christian Küsters über 60 Gäste im Namen von Stadt und Sparkasse Krefeld im Hotel-Restaurant "Zum Schänzchen" begrüßen.

Wärntges warb dafür, sich mit den Programmen zu beschäftigen und die Mittel auch in Anspruch zu nehmen. „Die Förderquote ist oft sehr hoch und die Voraussetzungen gut zu erreichen". Der Energieberater konzentrierte sich dabei rein auf die gewerbliche Zielgruppe und teilte die Programme in drei große Bereiche ein: Zum ersten gehören alle Maßnahmen, die den Austausch, Neuerwerb oder Verbesserung von Prozessen und Technik anbelangt. Hierzu zählen die Einführung von bereits vorhandenen Querschnittstechnologien wie zum Beispiel Druckluftanlagen, Motoren oder Pumpen, die Nutzung von Prozesswärme aus erneuerbaren Energien, der Bereich MSR (Mess-, Steuer- und Regelungstechnik), Sensorik und Energiemanagement-Software, Transformationskonzepte, Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien (KFW 270) oder Investitionen in Umweltschutz und Nachhaltigkeit (KFW 240). Sein Fazit: „Viele Module können Betriebe gut alleine umsetzen, bei einigen ist eine externe Beratung sinnvoll".

Der zweite große Bereich umfasst alle Sanierungs-, Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen an Bestandsgebäuden, deren Bauantrag älter als fünf Jahre ist. Gefördert werden dabei nicht nur Gesamtmaßnahmen, die das Gebäude in eine höhere Effizienzklasse bringen, sondern auch Einzelmaßnahmen die zur Erhöhung der Energieeffizienz des Gebäudes an der Gebäudehülle, wie beispielsweise Fenster oder Türen sowie Dämmung der Außenwände oder des Daches, beitragen. Auch hier gibt es attraktive Tilgungszuschüsse und die Anforderungen sind gut zu erreichen. Der dritte große Bereich betrifft den Neubau energieeffizienter Nichtwohngebäude. Hier können derzeit wieder Anträge für die Effizienzgebäude-Stufe 40 gestellt werden. Voraussetzung hierfür ist das Qualitätssiegel „Nachhaltiges Gebäude". Wärntges verwies hierbei auf das umfangreiche Zertifizierungsverfahren und empfahl eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen: „Das DGNB System bewertet keine einzelnen Maßnahmen, sondern die Gesamtperformance eines Gebäudes. Für den Gebäudeneubau werden insgesamt 37 Kriterien berücksichtigt, die sechs Themenfelder adressieren: Ökologie, Ökonomie, soziokulturelle und funktionale Aspekte, Technik, Prozesse und Standort".

Bürgermeister Christian Küsters wies darauf hin, dass Nettetal gerade im gewerblichen Bereich schon heute mehrere Vorzeigeobjekte habe und ermutigte die Betriebe, sich mit den Förderprogrammen zu beschäftigen - nicht zuletzt aufgrund der steigenden Energiekosten. Das nächste Wirtschaftsfrühstück findet voraussichtlich am Mittwoch, 9. November statt. www.energiesparen-nettetal.de.

Bildunterschrift v.l.: Daniel Schlösser (Sparkasse Krefeld), Hans-Willi Pergens (Stadt Nettetal), Marco Wärntges (Ingenieurbüro für Energieeinsparung) und Christian Küsters (Bürgermeister). Foto: Stadt Nettetal